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Die venezolanische Pudelmotte

Die venezolanische Pudelmotte

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Die venezolanische Pudelmotte zählt zu den rätselhaftesten Insekten unserer Zeit.

 Öffentlich bekannt wurde sie im Jahr 2009, als der Zoologe und Fotograf Arthur Anker sie während einer Expedition im abgelegenen Gran-Sabana-Gebiet Venezuelas dokumentierte.

Die wenigen existierenden Fotografien verbreiteten sich weltweit – eine formale wissenschaftliche Erstbeschreibung existiert bis heute nicht. Ihr Name ist keine taxonomische Bezeichnung, sondern eine populäre Zuschreibung.

Er verweist auf ihr ungewöhnliches Erscheinungsbild: einen dicht behaarten, zotteligen Körper, der eher an ein Säugetier als an ein Insekt erinnert. Fachlich wird sie als möglicher Vertreter der Flanellmotten (Familie Megalopygidae) eingeordnet – eine Gruppe, die für ihre starke Behaarung und teils giftigen Brennhaare bekannt ist.

Die bekannte Körpergröße der venezolanischen Pudelmotte liegt, soweit anhand der vorliegenden Aufnahmen und Vergleiche angenommen werden kann, bei etwa 25 bis 30 Millimetern. Damit gehört sie zu den kleineren Mottenarten – ihr visuelles Gewicht entsteht nicht durch Größe, sondern durch Struktur und Präsenz.

Über ihren Lebensraum ist nur wenig gesichert. Der Fundort liegt in einer schwer zugänglichen, biologisch extrem vielfältigen Hochlandregion Südamerikas. Ob die Art selten ist, lokal begrenzt vorkommt oder schlicht kaum erforscht wurde, bleibt offen. Auch zu Verhalten, Fortpflanzung und möglicher Giftigkeit existieren bislang keine belastbaren Daten. Gerade diese Ungewissheit macht die venezolanische Pudelmotte zu einem Sinnbild für die Lücken unseres Wissens.

Sie steht für eine Natur, die sich nicht vollständig katalogisieren lässt – und für die Erkenntnis, dass selbst im 21. Jahrhundert Lebewesen existieren, die sich einer eindeutigen Einordnung entziehen. Diese Arbeit versteht sich als künstlerische Interpretation auf Basis realer Bildreferenzen. Sie überträgt ein kaum erforschtes Insekt aus seinem natürlichen Kontext in einen menschlichen Raum – nicht zur Erklärung, sondern zur stillen Betrachtung.

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